Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit
Der Iran-Krieg belastet die internationalen Energie- und Transportmärkte und wirkt sich auch auf die Versorgung mit Mineralölprodukten in Liechtenstein aus. Die Versorgung ist derzeit gewährleistet, die Lage bleibt jedoch angespannt.
Liechtenstein und die Schweiz organisieren ihre Versorgungssicherheit in Not- und Mangellagen gemeinsam. Auf Grundlage des Zollvertrags ist Liechtenstein in die wirtschaftliche Landesversorgung der Schweiz eingebunden. Für die Umsetzung verantwortlich zeichnet die Wirtschaftliche Landesversorgung – ein Verbundsystem von staatlichen Stellen und der Privatwirtschaft. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) koordiniert die entsprechenden Massnahmen auf Bundesebene und arbeitet eng mit anderen Bundesstellen, den Kantonen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft zusammen. Wird die Versorgung mit wichtigen Gütern oder Energie kritisch, kommen die vom Schweizer Bundesrat beschlossene Massnahmen auch in Liechtenstein zur Anwendung.
Die Wirtschaftliche Landesversorgung beobachtet die Entwicklung laufend und kann bei Bedarf auf Pflichtlagerbestände zurückgreifen. Derzeit sind befristete Bezüge aus Pflichtlagern für Dieselöl, Flugpetrol und Protein-Futtermittel bewilligt.
Die liechtensteinischen Behörden und die Energieversorgungsunternehmen stehen in regelmässigem Austausch mit den zuständigen Schweizer Behörden und verfolgen die Versorgungslage kontinuierlich.
Die aktuellen Lageberichte der Wirtschaftlichen Landesversorgung sind auf der Sonderseite des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung abrufbar.